Beisenkamp Gymnasium Hamm

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Interview mit Frau Breucker

In welchem Zeitraum fand die Fahrt nach Chattanooga statt?
Am 19.10. ging es los, mit dem Flieger von Düsseldorf über Paris nach Atlanta,wo wir bereits von den Amerikaner/inne/n sehr nett empfangen wurden. Mit dem Bus ging es dann weiter nach Chattanooga, wo wir wegen der Zeitverschiebung noch am selben Tag, allerdings spät abends, ankamen. Zurück flogen wir am 13.11. und kamen dann am 14.11. früh morgens wieder in Hamm an.
Welche Schule haben Sie besucht?
Die Schule nennt sich Center for Creative Arts of Chattanooga und ist eine High School, an der die kreative Ausbildung in Theater, Gesang und Tanz im Vordergrund steht.
Welche Schülerinnen und Schüler waren an der Fahrt beteiligt?
Unterwegs waren Herr Flaake und ich mit 18 – übrigens sehr netten – Schülerinnen und Schülern aus den Jahrgangsstufen neun bis elf.
Welche Orte haben Sie besucht?
Wir erkundeten auf der einen Seite Chattanooga selbst mit dem Regional History Museum, der Walnut Bridge, dem Zentrum downtown, das African American Museum und die Shops der Warehouse Row, machten einen Gottesdienst der Baptisten mit, besuchten den Fleemarket, die Chattanooga Cho Cho Zugstation, das Hunter Museum, den Bluff District, machten eine Fahrt mit den Ducks, einem Amphibienfahrzeug für Straße und Fluss, auf dem Tennessee River, shoppten wie wild im Hamilton Place, dem größten Shoppingcenter in Tennessee, besuchten das Gefängnis und eine Gerichtsverhandlung, das Aquarium, das I-Max- Kino, die Ruby Falls und Rock City. Allerdings waren dies nur die Dinge, die wir in der Gruppe gemeinsam machten. Viele Gastfamilien unternahmen insbesondere am Wochenende noch viele andre Dinge mit ihren Gastkindern. Neben Chattanooga waren wir noch in Nashville, der Stadt der Countrymusik, wo wir auf dem Weg die Jack Daniels Whisky Distillery besichtigten und uns vor Ort das Andrew Jackson House, das Oprey Land Hotel besichtigten und im Shoppingcenter bummelten und in Atlanta, wo wir CNN besuchten. Neben all diesen Aktivitäten gab es aber noch ein reichhaltiges Freizeitprogramm, das vom Pumpkinscarving vor Halloween, der Scary-movie-night unter’m Sternenhimmel, Trick a treeting an Halloween bis hin zu einem phantastischen Potluck auf einer Ranch reichte. Gelangweilt haben wir uns dort jedenfalls nicht!
Gab es ein Ereignis, welches Ihnen besonders gut gefiel?
Mir hat einfach alles gut gefallen, denn alles war für mich neu, ich war das erste Mal in Nordamerika. Von den gemeinsamen Aktivitäten hat mich sicherlich der Besuch im Gefängnis am meisten beeindruckt. Aber wohl am meisten Spaß gemacht hat mir persönlich der Schauspielunterricht von Mr. Ray, dem Theaterlehrer an der Schule. Schade, dass wir ihn nicht mitbringen konnten, das würde euch bestimmt gefallen … Ach, und natürlich Fanfare! Fanfare ist eine einmal in der Woche stattfindende Veranstaltung der Schule, an der verschiedene Kurs ihre Arbeitsergebnisse präsentieren, Ausschnitte aus Musicals, Steppvorführungen etc., und die Stimmung, die dort unter den Schüler/inne/n herrschte, hat mich sehr beeindruckt!
Was für ein Fazit können Sie aus der Fahrt ziehen?
Da kann ich nur ganz persönlich antworten, denn ich denke, das Fazit dieser Fahrt sieht für jede/n Teilnehmer/in anders aus. Ich bin – als ausgesprochene Lateinamerikaliebhaberin – mit vielen Ressentiments nach Amerika gefahren, und in der ersten Woche schienen sich auch all meine Vorurteile zu bestätigen. Als ich mich dann aber ein wenig auf die andere Lebensweise eingelassen hatte, merkte ich, dass es in Chattanooga ganz viele tolle Dinge zu entdecken, viele nette Menschen kennen zu lernen und viel zu lernen gibt. Natürlich gab es auch Dinge, die mir nicht so gefielen, z.B. die Tatsache, dass man für alles ein Auto braucht und dass es für alles und jedes eigene Tüten und Verpackungen gibt. Aber die meisten meiner Vorurteile haben sich bei genauerem Hinsehen eben doch nicht bestätigt. Auf der anderen Seite war es toll, vier Wochen mit Schüler/inne/n unserer Schule so intensiv beisammen zu sein, denn man bekommt doch ein ganz anderes Verhältnis zueinander – und das bleibt mit vielen sogar über Amerika hinaus bestehen. Wahrscheinlich liegt das aber auch an dem anderen Verhältnis, was die Schüler/innen des Centers for Creative Arts zu ihren Lehrer/inne/n haben, da man dort einen viel persönlicheren Kontakt zueinander hat als das hier üblich ist. Als Lehrerin fand ich es natürlich außerdem sehr spannend, mal ein anderes Schulsystem kennen zu lernen. Und zu guter Letzt hat es natürlich auch noch eine Verbesserung der Sprachkenntnisse gebracht – und das ganz nebenbei! Also alles in allem eine tolle Erfahrung, die sich niemand entgehen lassen sollte!!!! Wenn Ihr also das nächste Mal die Möglichkeit zu einem Austausch oder einem Aufenthalt im Ausland habt, nutzt sie, ihr werdet es nicht bereuen!