Beisenkamp Gymnasium Hamm

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Erlebnisbericht eines Teilnehmers

Hallo, ich bin Philipp Reinken aus der Klasse 10a und ich habe vom 14.10.02 bis zum 06.11.02 am Chattanooga-Austausch teilgenommen. Mein Austauschpartner Kyle Miller ist 17 Jahre alt und besucht die elfte Klasse der High School „Center for Creative Arts“. Ich hatte noch einen zweiten Austauschpartner namens Tyler Gray, mit dem ich jedoch nicht so viel Zeit verbracht habe.

In den USA gibt es 12 Schuljahre; die High School besucht man von der 9.-12. Klasse. Viele Schüler kommen von außerhalb zur Schule, da das „Center for Creative Arts“ eine spezielle Schule ist, auf der vor allem musikalische oder schauspielerische Talente gefördert werden. Mein Austauschpartner beispielsweise kommt aus „Soddy Daisy“, ca. eine halbe Stunde mit dem Auto von Chattanooga entfernt. In den USA werden selbst kleine Strecken mit dem Auto zurückgelegt; man darf dort schon ab 16 Jahren Auto fahren. Weil der Verkehr dort dichter ist als bei uns kommt es häufig zu Staus während der rush hour.

Die anderen 15 Schüler vom Beisenkamp und ich mussten bzw. durften in den USA auch zur Schule gehen. Die Schüler gehen von 9-16 Uhr in die Schule. Die Stunden dauern dort immer 90 Minuten. Insgesamt musste ich jedoch feststellen, dass das Lernniveau etwas niedriger ist als hier in Deutschland. Die Fächer sind ähnlich, allerdings wird dort weniger Wert auf Fremdsprachen gelegt. Während der Schulzeit haben wir aber auch verschiedene Unternehmungen in Chattannooga und Umgebung gemacht, wir haben verschiedene Museen und oft „Chat. Downtown“, also die Innenstadt,besucht. In ihrer Freizeit unternehmen amerikanische Jugendliche ähnliche Dinge wie wir, d.h. sie treffen sich mit Freunden, gehen ins Kino oder shoppen. Zigaretten und Alkohol aber werden unter Jugendlichen fast gar nicht konsumiert, wahrscheinlich wegen des Gesetzes, das Rauchen und Alkoholkonsum erst ab 18 bzw 21 Jahren gestattet.

Ich fand es sehr auffällig, wie oft die Amerikaner in Restaurants oder Fast-Food-Ketten(aber nie, wie man vermuten könnte, bei McDonalds!) essen.Das ist also ein großer Unterschied zu uns in Deutschland, da wir in der Regel mindestens einmal am Tag zusammen mit der Familie zu Hause essen. Es fiel mir auf, dass in Amerika viele Leute viel offener auf Fremde zugehen und insgesamt viel freundlicher sind als hier. Ich denke, dass sich der Austausch sehr gelohnt hat, ich habe auch jetzt noch Kontakt mit vielen Amerikanern und freue mich schon auf den Gegenbesuch der Amerikaner im Juni 2003.